Grüner Tee – gesundheitsfördernd, geschmackvoll und belebend

Grüner Tee

Grüner Tee ist bekannt für seinen hohen gesundheitsfördernden Anteil an EGCG

Grüner Tee gilt als Wunderwaffe. Seine Wirkstoffe sollen Krankheiten vermeiden und lindern. Durch das enthaltene Koffein wirkt er anregend und ist ein gesunder Ersatz für Kaffee. Beachtet man die richtige Ziehzeit und Temperatur, entfaltet der grüne Tee einen herrlichen erfrischenden Geschmack. Ein weiterer Vorteil ist die einfache Handhabung. Mit 3 Minuten Ziehzeit bei 70 °C ist er schnell zubereitet.

Herkunft und Geschichte des Grünen Tees

Der grüne Tee hat seinen Ursprung im asiatischen Raum, China ist sein Heimatland. Bereits seit mehreren 1000 Jahren trinken Chinesen grünen Tee. Sie bescheinigen ihm eine belebende Wirkung und nutzen ihn seit jeher zur Entgiftung. Auch buddhistische Mönche schwören seit Jahrtausenden auf Grünen Tee.

Schon vor dem sechsten Jahrhundert vor Christus ernteten Mönche grünen Tee und hackten ihn klein. Danach wurden die feinen Stücke zu Teeziegeln gepresst. Diese Teeziegel fungierten damals wie unsere heutigen Teebeutel. Man nahm sich ein Stück und kochte es auf. Die Chinesen entwickelten ihre Aufgusstechnik fort und machten aus den getrockneten Teeblättern ein Pulver, eines der ersten Instant-Produkte. Diese Art des Teeaufgusses ist auch heute noch traditionell und nach wie vor beliebt. Erst im 16. Jahrhundert fand der Tee seinen Weg nach Europa, wobei es noch weitere 200 Jahre dauerte, bis die Europäer die Qualität des Naturproduktes erkannten.

Die Teepflanze – Camellia sinensis

Die Pflanze, aus die der grüne Tee hergestellt wird, ist Camellia sinensis. Sie ist im Laufe der Jahrhunderte kultiviert worden und heißt inzwischen Thea sinensis  var. sinensis. Sie hat kleine, feinlaubige Blätter und wird quasi auf fast jeder Teeplantage in Höhenlagen eingesetzt. Als Alternative gibt es noch die Thea sinensis var. assamica. Sie ist robuster, stellt weniger Ansprüche und bringt mehr Erträge. Auf Basis der Ur-Teepflanzen haben findige Teeproduzenten Kreuzungen vorgenommen, um ertragreichere, geschmacksintensivere und robustere Pflanzen zu entwickeln. Gleichwohl haben sie alle ihren Ursprung in der Camilla sinensis.

Anbau und Ernte von grünem Tee

Damit grüner Tee gedeiht, braucht er spezielle Klimabedingungen. Auch die Bodenverhältnisse müssen stimmen. Die Bewirtschaftung der Teeplantage, die Düngung und auch das Schneiden der Teepflanzen sind wichtige Bestandteile auf dem Weg zur guten Teequalität. Die Top-Anbauregionen liegen in Kagoshima und in Miyazaki (beides in Japan).

Standortbedingungen

Idealerweise wächst Tee in subtropischem bis tropischem Klima. Der beste Temperaturbereich liegt zwischen 20 und 30 °C. Weicht die Temperatur davon deutlich ab, vermindert sich das Wachstum. Die meisten Teesorten sind winterhart, sie ertragen sogar Temperaturen zwischen -3 und -15 °C. Je früher während der Kulturphase ein Frosteinbruch geschieht, desto empfindlicher reagieren die Pflanzen. Als Gegenmaßnahme gegen Frost im Frühling greifen asiatische Teeplantagenbesitzer zu einem Trick: Sie verwenden hochstehende Ventilatoren, um Bodenfrost zu dämpfen. Tee braucht viel Sonne und Feuchtigkeit und einen pH-Wert, der zwischen 4,5 und 6,5 liegt. Das alles beachten Teeproduzenten, um intensiv schmeckenden grünen Tee herzustellen. Übrigens sitzen 80% aller Teeproduzenten in China, 10 % in Japan, 7 % in Vietnam und der Rest im indonesischen Raum sowie Nepal, Tibet, GUS, Sri Lanka und Bangladesch. Alle Teeplantagen zusammen produzieren rund 1.500 unterschiedliche Tees, was mit Blick auf die ursprüngliche Sortenvielfalt von 8.000 geradezu gering ist.

Karte der Grüntee-Produzenten

Karte der Teeproduzenten für grünen Tee

Ernte und Verarbeitung

Die Teepflanzen werden rund ums Jahr abgeerntet. Sind sie älter als 30 Jahre, gehen die Erträge zurück, im Alter von 50 Jahren werden sie spätestens ersetzt. Je biologischer der Anbau und je weniger Pflanzenschutzmittel eine Teepflanze während ihrer Lebenszeit erfahren hat, desto robuster und langlebiger ist sie. Die Erfahrung zeigt, dass Teefarmen in Japan Pflanzen mit einem Alter von über 100 Jahren haben, die niemals Pflanzenschutzmittel gesehen haben. Sie sind nach wie vor ohne Ertragsverlust im Produktionsprozess eingebunden. Der Einsatz von Dünger reduziert sich im konventionellen Anbau Stickstoff und Kalium, im Bioanbau ist allerdings nur natürlicher Dünger zugelassen. Hier greifen die Farmer zum Beispiel auf Tierkot, Fischabfälle oder Muschel zurück. Jede Form der Überdüngung zieht Ernteausfälle nach sich. Verbraucher sollten sich an Produkte von natürlichen Herstellern halten, denn es ist erwiesen, dass grüner Tee ohne Düngereinsatz nicht nur gesünder, sondern auch schmackhafter ist.

Die beste Qualität wächst in höheren Lagen. Ideal ist langsames Wachstum und Schutz vor starker Sonneneinstrahlung. Auch ist Reizklima hilfreich, um beste Teequalitäten zu produzieren. All das gewährleisten zertifizierte Bio-Bauern, die die Teepflanzen mit weiten Abständen in Südhanglage anpflanzen. Deshalb sind Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau empfehlenswert.

Die Inhaltsstoffe von Grüntee

Im Grünen Tee sind verschiedene Inhaltsstoffe enthalten. Zu den Hauptakteuren gehören diese:

  • Sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole
  • Catechine (EGCG = Epigallocateching-3-Gallat, ECG = Epigallocatechin, EC = Epikatechin und EGC = Epicatechin-3-Gallat)
  • Chlorogensäure
  • Cumaroylchinasäure
  • Theogallin
  • Pigmente wie Carotinoide und Chlorophyll
  • Zucker und zuckerähnliche Substanzen
  • Chinasäure
  • Proteine
  • Koffein
  • Aluminium
  • Mangan
  • Fluorid

Das Koffein im Grüntee spielt eine besondere Rolle. Es schmeckt nicht nur bitter, es sorgt auch für geistige Anregung. Wer sensibel auf Koffein reagiert, sollte Grüntee mit Vorsicht genießen. Tatsächlich gibt es Grüntee Sorten, die weniger Koffein beinhalten, als andere. Außerdem spielt die Ziehzeit eine wesentliche Rolle für den Koffeingehalt im Aufguss. In jedem Fall sollte eine Höchstmenge von 200-300 mg pro Tag nicht überschritten werden.

Grüner Tee: Geschmacksrichtungen und Qualitäten

Grüner Tee bietet ganz unterschiedliche Geschmacksrichtungen an. Das liegt an der jeweiligen Kombination verschiedener Inhaltsstoffe. Grüntee gibt es in verschiedenen edelbitteren Geschmacksausprägungen, mit blumiger Note, edelsüß, erdig, frisch und grasartig. Kenner benennen eine Geschmacksrichtung gar als „chlorophyllig“ – wobei die Nähe zum grasartigen Geschmack zu vermuten ist. In jedem Fall ist die Vielfalt groß und Teeliebhaber mischen manche Teesorten untereinander, um ihren ganz speziellen Tee zu kreieren.

Geschmacklich intensive grüne Tees tragen die Merkmale

  • Frische und
  • hoher Gehalt an Aminosäuren und Teepolyphenolen.

Die schonende Verarbeitung japanischer Teeproduzenten lässt die Geschmacksrichtung milder ausfalle. Die chinesischen grünen Tees werden größerer Hitze im Verarbeitungsprozess unterzogen, sie entfalten deshalb einen intensiveren Geschmack. Die grüne Farbe wird ebenfalls durch sekundäre Pflanzenstoffe sowie Chlorophyll verursacht. Je nach Kombination der vorhandenen Inhaltsstoffe fällt die Farbe gelblichgrün bis dunkelgrün aus. Die orange-rote Farbe ergibt sich, wenn die Teeblätter oxidiert sind. Dann bewegt man sich allerdings schon in Richtung Schwarztee.

Wirkungen von grünem Tee

Grüner Tee soll vielerlei positive Wirkungen auf den menschlichen Körper haben. Grüner Tee soll dem Herzen guttun, wie japanische Studien belegen. Nicht nur die Lebenserwartung soll sich durch den Teekonsum erhöhen, auch das Risiko, an Herz-Kreislaufproblemen zu erkranken ist deutlich reduziert. Darüber hinaus soll grüner Tee davor bewahren, an Krebs zu erkranken. Zumindest ziehen einige Wissenschaftler Rückschlüsse aus dem Umstand, dass in asiatischen Ländern, in denen der Grünteekonsum hoch ist, bestimmte Krebsarten grundsätzlich wesentlich weniger ausgeprägt sind, als in anderen Teilen der Welt. Hierfür soll, wie eingangs erwähnt, der hohe Anteil an Polyphenolen (Epigallocatechingallat = EGCG) verantwortlich sein.

Tatsächlich ist die Deutsche Krebshilfe mit einer Langzeitstudie eingestiegen und auch die Amerikaner wollen sich die Vermutung bestätigen lassen, dass grüner Tee bzw. die wirksamen Inhaltsstoffe, gegen Prostatakrebs helfen. Grüner Tee soll Karies eindämmen, die Wirksamkeit von Antibiotika verstärken sowie die Entstehung von Alzheimer und Parkinson verhindern. Doch das ist noch nicht alles. Das Naturprodukt steht in dem Ruf, sich günstig auf die Entwicklung von Multipler Sklerose auszuwirken. Das EGCG soll Nervenzellen schützen und T-Lymphozyten, Verursacher der Krankheit, regulieren.

Milch vs. Grüntee

Salze wie Calciumoxsalat sind verantwortlich für die Bildung von Nierensteinen: Wenn Verbraucher Milch konsumieren, neutralisieren sie diese Wirkung. Milch in Kombination mit Grüntee ist allerdings keine gute Idee, denn Milch nimmt Einfluss auf die entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkungen von EGCG. Hier gilt es abzuwägen, wann welche Flüssigkeit aufgenommen wird. In jedem Fall sollte genügend Zeit dazwischenliegen.

Ein Spritzer Zitrone im Tee hingegen verstärkt die Wirkung der antioxidativen Inhaltsstoffe. Alternativ zur Zitrone eignen sich auch andere saure Zugaben wie Grapefruitsaft oder ähnliches.

Grüntee als Schutzschild gegen Krankheiten

Grüner Tee ist in vielen Teilen der Welt mit weit über 100 klinischen Studien untersucht worden und wird noch immer untersucht. Nicht alle Studien sind zuverlässig, doch es zieht sich wie ein roter Faden durch jahrzehntelange Forschungsarbeit: grüner Tee wirkt sich positiv auf den allgemeinen Gesundheitszustand aus und hilft, bestimmten Krankheiten vorzubeugen. Besonders hervorzuheben sind dabei die positiven Auswirkungen auf

  • Adipositas
  • Gewichtsprobleme
  • Diabetes
  • Parkinson
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Schlaganfall
  • Arteriosklerose
  • Cholesterinspiegel
  • Konzentrationsschwäche und allgemeine Mattigkeit
  • Alzheimer
  • Hautirritationen und Juckreiz
  • Sonnenbrand
  • Grauer Star
  • Krebserkrankungen
  • Heuschnupfen und Allergien
  • Blasenentzündung
  • Darmbeschwerden (Divertikulitis)
  • Pilzinfektionen
  • Eisenmangel

Grüntee und Abnehmen

Grüner Tee eignet sich ausgezeichnet zur Unterstützung, um Gewicht zu reduzieren. Grundsätzlich ist es ja so, dass Abnehmwillige viel trinken sollen, um dem Körper ausreichend Flüssigkeit zuzuführen. Wer grünen Tee zur Unterstützung dazu nimmt, sollte allerdings genau wissen, welches Ziel er hat. Denn in Abhängigkeit vom Schwerpunkt der Grüntee-Kur kommen bestimmte Teesorten bzw. Grüntee-Präparate zum Einsatz.

Grüner Tee ist eben nicht gleich grüner Tee, es gibt so viele verschiedene Sorte mit voneinander abweichenden Wirkungen, dass es durchaus sinnvoll ist, die passenden Tees in der geeigneten Kombination zusammenzustellen. Für eine Kur mit Grüntee eignen sich in erster Linie schonend verarbeitet japanische Teesorten. Der chinesische oder auch indische Tee ist weniger gut geeignet. Damit sich die Wirkung der gesunden Pflanze am besten entfalten kann, sollte der Grüntee eine hohe Qualität aufweisen. Darüber hinaus sind

  • die Zubereitung,
  • die Dosierung und
  • die abgestimmte Kombination

der ausgewählten Grüntees wichtig. Wer beispielsweise vorhat seinen Stoffwechsel grundlegend anzukurbeln und die Darmflora stärken möchte, ist unter anderem mit Matcha Tee in Kombination mit Sencha, Bancha und Gyokuro bestens beraten. Wer einen Bancha sucht, setzt am besten auf bestimmte Grüntee-Pulver begleitend zum Genuss von Bancha. Ob zum Muntermachen oder Abnehmen, wichtig ist die passende Zusammenstellung. Das gilt übrigens nicht nur für die Tagesration, sondern auch in Bezug auf einen Kurplan, der über mehrere Wochen laufen soll. Eine sorgfältige Abstimmung der Grünteesorten und Präparate ist zielführend.

Grüntee und Fitness – Energiekick auf natürlicher Basis

Um die körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern, die Ausdauer zu verbessern oder einfach den Körper zu regenerieren, eignen sich bestimmte Grünteesorten besonders gut. Verbraucher machen unterschiedliche Erfahrung, doch es hat sich gezeigt, dass zum Beispiel Grüner Rooibostee und Matcha zu den Sorten gehören, die den Körper offenbar mit der richtigen Wirkstoffkombination versorgen. Dabei haben Verbraucher ausprobiert, zu welchem Zeitpunkt der Genuss bestimmter Teesorten die beste Wirkung erzielt. Matcha vor dem Sport hilft grundsätzlich zur Leistungssteigerung und der grüne Rotbuschtee bringt das Säure-Basenverhältnis im Körper abends genossen wieder ins rechte Verhältnis. Manche Sportler schwören zusätzlich auf die Einnahme von Grüntee-Kapseln, um die Wirkung im Körper zu intensivieren.

Nebenwirkungen und Risiken

Ein Übermaß an grünem Tee hat nicht nur positive Wirkungen. Es gibt doch eine ganze Reihe von Unverträglichkeiten, die sich auf die Alkaloide und Gerbstoffe zurückführen lassen. Grundsätzlich lassen sich die Nebenwirkungen einschränken, wenn der Grüntee nach allen Regeln der Kunst zubereitet wird und hochwertige Sorten zum Aufguss dienen.

Der grüne Tee kann aufgrund des enthaltenen Koffeins für unruhigen Schlaf, Überaktivität oder Nervosität sorgen. Die Aufnahmefähigkeit von Eisen kann sich verändern, die Wirkung von Medikamenten kann beeinträchtigt werden und manchmal bildet sich Zahnbelag. Diese und weitere Nebenwirkungen führen dazu, dass manche Menschen komplett auf den gesunden Tee verzichten. Doch das ist nicht nötig, denn wer nicht zu viel vom grünen Tee konsumiert und nebenbei genügend klares Wasser trinkt, kann mögliche Nebenwirkungen mindern oder komplett vermeiden.

Bestimmte Gruppen sollten den Genuss von Grüntee allerding mit Vorsicht in ihren Alltag integrieren. Dazu gehören schwangere und stillende Frauen, Menschen mit empfindlichem Magen und Magen-Darm Problemen, Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion und Menschen, die unter der Bluterkrankheit leiden. Grüntee in Verbindung mit Alkohol ist ebenfalls keine glückliche Kombination und sollte möglichst unterbleiben.

Darreichungsformen von grünem Tee

Grüner Tee ist im Handel nicht nur als Aufgussgetränk erhältlich, es gibt ihn generell in diesen Darreichungsformen:

  • Kapseln
  • Tablette
  • Pulver
  • in flüssiger Form als Tropfen

Auch als Zusatzstoff in Tages- und Nachtcremes, als Ingredienz im Augenserum, in Duschgels, Shampoos oder der Körpermilch ist grüner Tee beliebt. In Kombination mit anderen Inhaltsstoffen soll es Falten glätten und vorzeitiger Hautalterung vorbeugen, Juckreiz mildern und generell irritierte Haut beruhigen. Das macht Grüntee zu einem beliebten und gern verwendeten Bestandteil in Reinigungslotionen.

Vorsicht Pflanzenschutzmittel

In Europa gibt es bestimmte Vorschriften, die die Konzentration von Pflanzenschutzmitteln als Rückstand in einem Produkt festlegen. In China, dem Hauptanbaugebiet des Grüntees, gelten andere Vorschriften. Deshalb kann es durchaus vorkommen, dass grüner Tee aus China mehr Pflanzenschutzmittel mitbringt, als bei uns zulässig. Diesem Grund ist es sehr zu empfehlen, ausschließlich Ware aus kontrolliert biologischem Anbau bzw. aus ökologischem Anbau zu kaufen.

Der Unterschied von Grüntee zu anderen Teesorten

wenn es um Tee geht, unterscheiden Fachleute zwischen schwarzem Tee, grünem Tee, weißem Tee, gelbem Tee, Oolong-Tee und Pu-Erh-Tee. Alle Sorten entstammen derselben Teepflanze. Doch der Unterschied liegt im Detail, es geht nämlich um die Verarbeitung. Grüner Tee zeichnet sich dadurch aus, dass seine Blätter nicht existieren, wie das üblicherweise bei den anderen Sorten an der Tagesordnung ist. Der Schutz vor der Oxidation gewährleistet, dass die gesunden Inhaltsstoffe in den Teeblättern bleiben.

Die Zubereitung von grünem Tee

Damit der grüne Tee schmackhaft ist, sollten Verbraucher im richtigen Zubereiten. Eine Teezeremonie nach japanischem Vorbild ist vielleicht nicht nötig, aber die wichtigsten Merkmale sollten übernommen werden. Denn diese sind es, die den Grüntee zu einem Genuss werden lassen.

Von besonderer Bedeutung sind

  • die Dosierung,
  • die Wassertemperatur,
  • die Ziehzeit und
  • die Qualität des verwendeten Tees.

Generell lässt sich grüner Tee mit Teebeuteln aufgießen. Rund 11-14 g des gesunden Naturprodukts sollten Verbraucher pro Liter rechnen. Bei einem Zuviel an Tee schlägt der Geschmack schnell in eine bittere Note um.

Auch der Härtegrad des Wassers wirkt sich auf den Teegenuss aus. Ideal geeignet ist weiches Wasser, das möglichst wenig Kalk oder Chlor mitbringt. Kalk und Chlor wirken quasi wie ein Aromablocker. Es empfiehlt sich die Verwendung eines qualitativ hochwertigen Filters, der schädliche Substanzen aus dem Leitungswasser entfernt. Eine Besonderheit gilt in Zusammenhang mit grünem Tee. Das Wasser darf keinesfalls kochen, sondern sollte zwischen 70 und 75 °C aufweisen. Allerdings ist das vorherige Kochen zum Abtöten von eventuellen Keimen durchaus angebracht. Mithilfe eines Thermometers lässt sich feststellen, wann das abkühlende Wasser die Idealtemperatur erreicht hat.

Wer diese Grundlagen beachtet, lässt den Grüntee nicht länger als 3 Minuten ziehen. Getrunken aus einer weiten Teeschale erhöht sich der Trinkgenuss ein weiteres Mal. Ein solch besonderes Gefäß ist natürlich kein Muss, sondern es liegt im Ermessen des Verbrauchers, inwieweit er den Genuss des Grüntees zelebrieren möchte.

Grüner Tee – die wichtigsten Sorten

SechnaSencha Tee
Der grüne Tee Sencha ist der in der westlichen Welt am meisten verbreitete Tee. Der in Japan angebaute Tee ist im Geschmack sehr vielseitig und hat meist einen hohen Koffeingehalt.
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MatchaMatcha Tee
Der Grüntee Matcha ist einer der ältesten und hochwertigsten Teesorten Japans. Er hat eine intensive, grüne Farbe und einen lieblich süßlichen Geschmack. Er wird als feinstes Pulver ausgeliefert und gilt als besonders gesund.
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MatchaGunpoweder Tee
Gunpowder ist ein grüner Tee aus China. Seinen Namen „Schießpulver“ erhielt er, da er in kleinen Kügelchen, die an Schrotkugeln erinnern, ausgeliefert wird. Er hat den höchsten Koffeingehalt aller grünen Tees und wirkt daher sehr anregend.
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Gui HuaGui Hua Tee
Gui Hua, auch als Sweet Osmanthus Blumentee bekannt, ist ein Geheimtipp unter den chinesischen grünen Tees. Er ist mit Osmanthusblüten veredelt, duftet süßlich und hat einen angenehm lieblich-fruchtigen Geschmack.
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Grüner Tee – weitere Sorten

Neben den genannten wichtigsten Sorten, existieren noch viele weitere andere Sorten. Grundsätzlich unterteilt man die Tees in die verschiedenen Regionen bzw. die unterschiedlichen Herstellungsverfahren. Die Hauptanbaugebiete China und Japan geben die Sortierung vor.

Grünteesorten aus Japan

Die Japaner dämpfen ihre Ernte, um die Inhaltsstoffe in den Teeblättern zu behalten. Die oben bereits vorgestellten Teesorten Sencha und Matcha sind wohl die bekanntesten. Hinzu kommen unter anderem diese Sorten:

  • Bancha
  • Kabusecha
  • Tamaryokucha
  • Tencha
  • Gyokuro
  • Shincha
  • Sannenbancha
  • Genmaicha
  • Sunrouge
  • Benifuuki
  • Mizudashi (Kaltwassertee)

Das Thema Radioaktivität darf bei der Betrachtung von Grüntee aus Japan nicht unter den Tisch fallen. Wer japanischen Grüntee kauft, sollte Produkte von Plantagen wählen, die weit weg im Norden des Landes hergestellt werden. So lässt sich zumindest die überwiegende Meinung von Teeimporteuren und informierten Teetrinkern im europäischen Raum zusammenfassen.

In jedem Fall gilt aktuell, dass die Qualitätsansprüche in Japan erheblich höher sind, als in China. Japanischer Tee ist deshalb grundsätzlich in der Regel reiner und weniger schadstoffbelastet (Pestizide) als chinesischer Tee, vorausgesetzt er entstammt nördlichen Regionen Japans.

Grüntee aus China

Der in China produzierten grüne Tee wird geröstet oder in der Pfanne erhitzt. Dabei gehen Inhaltsstoffe verloren. In Hinblick auf die Herstellungsart sind Grüntees, die per schonender Dämpfung behandelt werden, eindeutig vorzuziehen. Die Qualitätsansprüche in China sind nicht so hoch, wie in Japan. Die Qualität von chinesischem Grüntee ist deshalb breit gefächert, sie reicht von außerordentlich schlecht (schadstoffbelastet) bis erstklassig. Das ist in der Regel für den privaten Konsumenten kaum zu durchschauen. Wer auf Nummer Sicher gehen will und gute Qualität wünscht, sollte sich bei aktuellen Tests informieren und nur Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau kaufen.  Weitere Grünteesorten aus China sind:

  • Lung Ching (Long Jing)
  • Pi Lo Chun
  • Huan Shan Mao Feng
  • Liu An Gua Pian
  • Wuyi-Felsentee
  • Ti Kuan Yin
  • Bao Jap Yom Zhen
  • Criss Cross
  • Green Monkey
  • Green Pekoe

Kauftipps für grünen Tee

Wer einen japanischen oder chinesischen grünen Tee kaufen möchte, sollte bei der Auswahl des Produktes auf gute Qualität achten. Diese Merkmale sollten bewusste Verbraucher überprüfen, bevor sie sich entscheiden:

  • Welche Teepflanze wurde benutzt? Thea sinensis var. sinensis ist erste Wahl.
  • An welchem Standort wurde angebaut? Höhenlage mit Reizklima, Südhang mit viel Sonne und übers Jahr verteilt Regen ohne Staunässe sind ideal. Außerdem sollte sich das Anbaugebiet weit weg von Hiroshima befinden, möglichst nördlich.
  • Biologischer Anbau ja oder nein? Biologischer Anbau ist konventionellem Anbau vorzuziehen. Außerdem sind Plantagen empfehlenswert, die schon mehr als 15 Jahre biodynamisch wirtschaften.
  • Wie wurde geerntet? Handpflückung ist schonender als maschinelle Ernte
  • Wie ist die Verpackung? Luftdicht, luftdicht und schadstofffrei sollte die Verpackung sein.

Die genannten Punkte beziehen sich in erster Linie auf die gesundheitlichen Faktoren des Tees. Hinsichtlich des Preises und des Geschmacks kommen weitere Merkmale hinzu.

  • Je früher die Ernte, desto zarter die Blätter. Tee aus jungen Trieben und Knospen (First Flush) haben geschmacklich eine besondere Ausprägung.
  • Beschattete Teesorten sind für Teeliebhaber etwas Besonderes, denn davon gibt es nicht viele. Das drückt sich auch im Preis aus.

Damit der Tee gut gelingt, empfiehlt sich die Verwendung speziellen Zubehörs. Das ist sicherlich kein Muss, aber es unterstützt die positiven Auswirkungen von Grüntee auf allen Ebenen.

  • Spezielle Teekannen aus Gusseisen, japanischer Keramik oder Steinzeug nach traditionellen Vorbildern gefertigt, bilden einen adäquaten Rahmen für den grünen Tee.
  • Spezielle Wasserkessel zur Zubereitung eines hochwertigen Tees sowie
  • traditionelle Teedosen aus Kirschbaumrinde

sind nur einige Besonderheiten, die den grünen Teegenuss steigern und auf eine Ebene heben, die ihn auch zu einem mentalen Stärkungsmittel machen.