Wirkungen von Grünem Tee - vielseitige Heilwirkungen

Grüner Sencha Tee, 250g

Grüner Sencha Tee

Grüner Tee, Japanischer BIO Sencha Grüntee von Azafran®, 250g

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Wirkung von grünem Tee
Grüner Tee ist gesund, vermindert das Krebsrisiko und wirkt lebensverlängernd.

Lebensverlängerde Wirkung lt. Ohsaki-Studie

In der in Japan durchgeführten und über 11 Jahre laufenden sogenannten Ohsaki-Studie mit 40.530 Erwachsenen im Alter von 40 bis 79 Jahren wurde festgestellt, dass Grüner Tee positive kardiovaskuläre Eigenschaften hat und dadurch lebensverlängernd wirkt. Demnach sank die Sterberate bei männlichen Vergleichteilnehmern, die mindestens fünf Tassen täglich tranken, um 12 Prozent, bei Frauen um 23 Prozent. Besonders Todesfälle wegen Herz-Kreislauferkrankungen waren seltener, auch hier bei Frauen deutlicher (31 / 22 Prozent). Eine Reduzierung der Sterblichkeit durch Krebserkrankungen wurde in dieser Studie nicht festgestellt.

EGCG hemmt Krebszellenwachstum

Einige andere Studien zu grünem Tee geben Hinweise darauf, dass der regelmäßige Konsum von grünem Tee das Risiko, an Krebs zu erkranken, vermindern kann, da in den Teilen der Welt, in denen viel Tee getrunken wird, die Inzidenz für bestimmte Krebsarten geringer ist als im Rest der Welt. Für eine präventive Wirkung werden insbesondere die in manchen Teesorten natürlicherweise enthaltenen Polyphenole (v. a. das Epigallocatechingallat, EGCG) verantwortlich gemacht. Die Deutsche Krebshilfe fördert seit 2011 eine Langzeitstudie der Universitäten Halle (Saale) und Ulm zur Wirkung gegen Darmkrebs mit insgesamt 2,1 Millionen Euro.

Eine Studie an Patienten mit Prostatakarzinom, die am Center for Human Nutrition an der David Geffen School of Medicine der UCLA durchgeführt wurde, konnte zeigen, dass das aus dem Grünen Tee stammende EGCG in den Tumoren nachweisbar war und das Zellwachstum hemmte. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass grüner Tee und Schwarztee helfen könnten, Prostatakrebs zu verhüten.

Prophylaktische Wirkung gegen diabetische Nephropathie

In einer weiteren japanischen Studie wurde gezeigt, dass sowohl grüner Tee als auch Rotbusch-Tee (Rooibos-Tee) eine prophylaktische Wirkung gegen die Diabetische Nephropathie zeigen. Man geht davon aus, dass die im Grüntee enthaltenen Polyphenole, beziehungsweise die im Rotbusch enthaltenen Flavonoide, freie Radikale abfangen. Dadurch wird möglicherweise die Anlagerung von Glukose an körpereigene Proteine (die sogenannte Maillard-Reaktion) reduziert, wodurch die Niere wirksam geschützt sei. Die diabetische Nephropathie ist eine durch Diabetes mellitus ausgelöste Nierenerkrankung. Sie ist eine häufige Ursache für das Nierenversagen bei Diabetikern.

EGCG gegen Chorea Huntington

Chorea Huntington ist eine vererbte, neuro-degenerative Erkrankung. An Modellorganismen wurde festgestellt, dass Grüner Tee die zur Erkrankung führende Plaque-Bildung verzögern kann. Dafür verantwortlich ist die aus grünem Tee gewonnene Substanz EGCG. Sie ist in der Lage, eine Verklumpung des sogenannten Huntington-Proteins zu verzögern. Transgene Fliegen, denen das Huntington-Gen übertragen wurde, zeigten zudem eine verbesserte Beweglichkeit nach Aufnahme von EGCG.

Grüner Tee fördert Wirkung von Antibiotika

Der ägyptische Wissenschaftler Dr. Mervat Kassem fand heraus, dass Antibiotika deutlich besser wirken, wenn die Patienten zusätzlich grünen Tee trinken. Sein Forscherteam testete die Wirkung dieser Kombination an den Erregern von 28 Infektionskrankheiten. Der Grüntee verstärkte die Wirkung in allen Fällen. Selbst manche Keime, die nicht mehr auf Antibiotika ansprachen, wurden wieder angreifbar.

Grüner Tee im Kampf gegen Alzheimer und Parkinson

Neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson werden durch die Bildung von Amyloidfibrillen verursacht. Die im grünen Tee enthaltene Substanz EGCG verhindert deren Bildung durch Bindung an die nativen, noch ungefalteten Polypeptidketten. Dadurch werden statt der toxischen, faserförmigen Amyloidfibrillen harmlose, sphärische Oligomere gebildet.

Grüner Tee im Kampf gegen Multiple-Sklerose

Außerdem weisen Studien in der Multiple-Sklerose-Forschung darauf hin, dass EGCG sowohl Nervenzellen im Zentralnervensystem vor Schädigungen schützen, als auch fehlgeleitete T-Lymphozyten, welche für die Krankheit verantwortlich gemacht werden, regulieren kann. So war der Verlauf der experimentellen autoimmunen Enzephalomyelitis – dem Tiermodell der Multiplen Sklerose – bei Gabe von EGCG signifikant milder als bei Tieren, die kein EGCG erhielten. Um die in den Studien verwendeten Dosierungen durch Konsum von grünem Tee zu erreichen, müsste man allerdings große Mengen am Tag zu sich nehmen.

Durch die Zugabe von Milch fällt Calciumoxalat als schwerlösliches Salz aus und wird via Magen-Darmtrakt ausgeschieden. Die Gefahr der Nierensteinbildung wird so verringert. Allerdings zeigt eine Studie unter Leitung von Verena Stangl (Charité Berlin), dass die Kaseine in der Milch die gefäßschützende, entzündungshemmende und antioxidative Wirkung von Catechinen (wie EGCG) neutralisieren.

Grüner Tee im Mittelpunkt von mehr als 100 klinischen Studien weltweit

Weltweit wird inzwischen in über 100 klinischen Studien mit grünem Tee die medizinische Wirksamkeit verglichen. Viele Studien sind jedoch schwer vergleichbar. Eine Vielzahl von Studien belegt inzwischen, dass der regelmäßige Konsum von grünem Tee oder Grüntee-Extrakten viele gesundheitsfördernde und präventive Wirkungen hat. Viele dieser positiven Effekte bei Adipositas, Diabetes, Entzündungen, Parkinson, Alzheimer sowie Herzerkrankungen resultieren aus dem in grünem Tee beziehungsweise Extrakten besonders reichlich vorkommenden Epigallocatechingallat (EGCG).

Milch vs. Grüntee

Salze wie Calciumoxsalat sind verantwortlich für die Bildung von Nierensteinen: Wenn Verbraucher Milch konsumieren, neutralisieren sie diese Wirkung. Milch in Kombination mit Grüntee ist allerdings keine gute Idee, denn Milch nimmt Einfluss auf die entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkungen von EGCG. Hier gilt es abzuwägen, wann welche Flüssigkeit aufgenommen wird. In jedem Fall sollte genügend Zeit dazwischenliegen.

Ein Spritzer Zitrone im Tee hingegen verstärkt die Wirkung der antioxidativen Inhaltsstoffe. Alternativ zur Zitrone eignen sich auch andere saure Zugaben wie Grapefruitsaft oder ähnliches.

Zudem haben Forscher der Universität in West Lafayette herausgefunden, dass ein Schuss mit etwas Sauerem wie z.B. Zitrone im grünen Tee bzw. Vitamin C die so genannten Antioxidantien - vor allem Catechin - im grünen Tee zu erhalten hilft, damit sie nicht schon bei der Verdauung zerfallen. So können sie vom Körper noch besser aufgenommen werden. Orangen-, Limonen- sowie Grapefruitsaft als Zugabe hat denselben Effekt. Es konnte gezeigt werden, dass EGCG den Eintritt des Hepatitis-C-Virus in die Leberzelle im labortechnischen Versuch verhindern konnte. Studien zum Menschen liegen bisher nicht vor.

Nebenwirkungen und Risiken von Grünem Tee

Ein Übermaß an grünem Tee hat nicht nur positive Wirkungen. Es gibt doch eine ganze Reihe von Unverträglichkeiten, die sich auf die Alkaloide und Gerbstoffe zurückführen lassen. Grundsätzlich lassen sich die Nebenwirkungen einschränken, wenn der Grüntee nach allen Regeln der Kunst zubereitet wird und hochwertige Sorten zum Aufguss dienen.

Der grüne Tee kann aufgrund des enthaltenen Koffeins für unruhigen Schlaf, Überaktivität oder Nervosität sorgen. Die Aufnahmefähigkeit von Eisen kann sich verändern, die Wirkung von Medikamenten kann beeinträchtigt werden und manchmal bildet sich Zahnbelag. Diese und weitere Nebenwirkungen führen dazu, dass manche Menschen komplett auf den gesunden Tee verzichten. Doch das ist nicht nötig, denn wer nicht zu viel vom grünen Tee konsumiert und nebenbei genügend klares Wasser trinkt, kann mögliche Nebenwirkungen mindern oder komplett vermeiden.

Bestimmte Gruppen sollten den Genuss von Grüntee allerding mit Vorsicht in ihren Alltag integrieren. Dazu gehören schwangere und stillende Frauen, Menschen mit empfindlichem Magen und Magen-Darm Problemen, Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion und Menschen, die unter der Bluterkrankheit leiden. Grüntee in Verbindung mit Alkohol ist ebenfalls keine glückliche Kombination und sollte möglichst unterbleiben.

Wer mehr als zehn Tassen grünen Tee am Tag trinkt, könnte damit seine Leber und Nieren schädigen. Dies behaupten Chung Yang und seine Kollegen der Rutgers-Universität New Jersey im Journal Chemical Research in Toxicology nach einer Sichtung von Studien. Zu hohe Dosen der im grünen Tee enthaltenen Polyphenole können toxisch wirken, so Yang. Bislang konnte diese These in Studien am Menschen jedoch nicht bestätigt werden.

Hinweis:
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